Unbelegte Versprechen entfernen: Markieren Sie im Skript jede überprüfbare Aussage wie Zahlen oder Vergleiche.; Prüfen Sie, ob Wörter wie 'alle', 'garantiert' oder 'sofort' tatsächlich belegt sind.; Passen Belege wie Datenblätter oder Studien exakt zum Produkt, Zeitraum und Kundenkreis?
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Unbelegte Versprechen aus Audio-Skripten entfernen

Werbeaussagen im Audio-Skript prüfen: Behauptungen markieren, Belege abgleichen, Geltungsbereiche nennen und die Aufnahme erneut hören.

Markieren Sie im Audio-Skript jede überprüfbare Aussage: Eigenschaften, Ergebnisse, Zahlen, Vergleiche und Verfügbarkeit. Kann die vorhandene Grundlage den genau gesprochenen Sinn nicht tragen, grenzen Sie ihn ein, ersetzen Sie ihn durch eine belegte Aussage oder streichen Sie ihn. Ein weicheres Wort allein liefert keinen Beleg.

Behauptungen einzeln erfassen

Lesen Sie das Skript Satz für Satz und notieren Sie, was Hörende daraus ableiten könnten. Schon ein kurzer Nebensatz kann den Umfang verändern.

„Spart Zeit“ behauptet ein Ergebnis. „Für alle Betriebe geeignet“ behauptet einen Geltungsbereich. „Besser als andere“ enthält einen Vergleich, auch wenn kein Wettbewerber genannt wird.

Prüfen Sie besonders Wörter wie immer, alle, kostenlos, garantiert und sofort. Sie sind nicht grundsätzlich verboten, die Grundlage muss aber zur tatsächlichen Aussage passen. § 5 UWG erfasst unter anderem irreführende Angaben über wesentliche Produktmerkmale, erwartbare Ergebnisse, Preise und Bedingungen.

Schritte zur Überprüfung von Werbeaussagen in Audio-Skripten

  • Jede überprüfbare Aussage markieren (Eigenschaften, Ergebnisse, Zahlen, Vergleiche, Verfügbarkeit)
  • Wörter wie 'immer', 'alle', 'kostenlos', 'garantiert', 'sofort' besonders prüfen
  • Beleg und Wortlaut abgleichenpassende Datenquelle sichern
  • Geltungsbereich oder Voraussetzungen hörbar nennen, wenn eingeschränkt
  • Vergleichsangaben rechtlich prüfen und belegen (§ 6 UWG)
  • Aufnahme gegen Freigabe hörenEinschränkungen im Ton verständlich machen

Beleg und Wortlaut abgleichen

Gesprochene AussageBenötigte KlärungMögliche Bearbeitung
„Für alle Tarife verfügbar“Welche Tarife enthalten die Funktion aktuell?Geltungsbereich nennen oder Satz streichen
„Sie sparen Zeit“Für wen, gegenüber welchem Ablauf und auf welcher Grundlage?Ergebnis belegen oder nur eine belegte Funktion erklären
„Günstiger als Anbieter X“Sind Leistungsumfang, Markt, Zeitraum und Preis vergleichbar?Vergleich belegen und rechtlich prüfen oder entfernen
„In zwei Minuten eingerichtet“Was umfasst die Einrichtung, und für wen gilt die Zeitangabe?Aussage passend eingrenzen oder streichen

Diese Sätze sind fiktive Prüfbeispiele. Ein Datenblatt, eine Studie oder eine interne Zahl hilft nur, wenn Produktversion, Zeitraum, Markt und Bezugsgruppe zur Aussage passen. Eine Messung an einer Teilgruppe trägt nicht ohne Weiteres ein Versprechen an alle Kundinnen und Kunden.

Beispielhafte Prüfung von Aussagen und deren Bearbeitung

  • Gesprochene Aussage
  • Benötigte Klärung
  • Mögliche Bearbeitung
  • Gesprochene Aussage
  • Benötigte Klärung
  • Mögliche Bearbeitung
  • Gesprochene Aussage
  • Benötigte Klärung
  • Mögliche Bearbeitung

Eingrenzen, ersetzen oder streichen

Eine belegte Aussage kann bleiben, wenn ihre Grundlage den gesamten gesprochenen Umfang trägt. Gilt sie nur unter einer Voraussetzung, nennen Sie diese hörbar.

Ist lediglich die Funktion belegt, ersetzen Sie ein Ergebnisversprechen durch eine zutreffende Funktionsbeschreibung. Fehlt auch dafür eine Grundlage, streichen Sie den Satz.

Vergleichende Werbung im Sinn von § 6 UWG macht einen Mitbewerber oder dessen Angebot unmittelbar oder mittelbar erkennbar. Für solche Vergleiche verlangt die Norm unter anderem einen objektiven Bezug auf wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften oder den Preis. Ob ein bestimmter Vergleich darunter fällt und zulässig ist, hängt von seiner konkreten Fassung ab.

Prüfen Sie auch Auslassungen. Eine belegte Teilwahrheit kann irreführend wirken, wenn eine wesentliche Bedingung fehlt.

§ 5a UWG berücksichtigt bei der Beurteilung die Grenzen des Kommunikationsmittels und andere Informationswege. Wählen Sie die Hauptaussage so, dass ihre nötigen Einschränkungen verständlich bleiben; eine Zielseite stellt eine hörbar falsche Verallgemeinerung nicht automatisch richtig.

Verfahren zur Sicherstellung rechtskonformer Audio-Werbung

  1. Behauptung identifizieren und ableitbare Folgerungen notieren
  2. Beleg prüfenpasst er zur Aussage (Produktversion, Zeitraum, Markt)?
  3. Entscheidung treffeneinengen, ersetzen oder streichen
  4. Hörbar Grenzen oder Voraussetzungen kommunizieren
  5. NachbearbeitungAufnahme gegen Freigabe hören

Die Aufnahme gegen die Freigabe hören

Vergleichen Sie den gesprochenen Wortlaut mit der geprüften Fassung. Ein Schnitt kann aus „für ausgewählte Modelle“ ein unbedingtes Versprechen machen. Prüfen Sie nach Änderungen auch den Call-to-Action und die Sätze unmittelbar vor und nach der bearbeiteten Stelle.

Halten Sie zu jeder verbleibenden Behauptung die passende Unterlage und ihren Stand fest. Fehlt in der Aufnahme eine notwendige Grenze, muss die Passage vor dem Einsatz korrigiert werden. Schwierige Vergleiche oder Aussagen zu regulierten Produkten erfordern eine Prüfung der konkreten Fassung durch die zuständige Fachstelle.

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