
Messung & Reichweite
Teil von Audio-Frequenz und Reichweite
Wiederholte Kontakte und zusätzliche Hörer unterscheiden
So erkennen Sie, ob zusätzliche Audio-Kontakte neue Hörer erreichen oder vor allem die Frequenz bei bereits Erreichten erhöhen.
Mehr gemeldete Kontakte sind nicht automatisch mehr Hörer. Möglich sind neue erreichte Menschen, weitere Kontakte bei bereits Erreichten oder beides zugleich. Für die Unterscheidung brauchen Sie kumulierte, auf derselben Basis deduplizierte Reichweitenwerte. Meldet das System nur Konten oder technische Kennungen, ist deren Zuwachs keine Zahl zusätzlicher Menschen.
Kumulierte Werte vergleichen
Notieren Sie für zwei Berichtsstände je Kontakte und kumulierte Reichweite. Die Reichweitendifferenz ist der gemeldete Zuwachs unterschiedlicher erreichter Einheiten, die Kontaktdifferenz die Zahl zusätzlicher Ausspielungen. Zielgruppe, Zeitraum, Kontaktdefinition und Deduplizierung müssen dabei übereinstimmen.
Ein fiktives Beispiel: Nach Woche eins meldet ein System 8.000 Kontakte und 5.000 erreichte Konten. Nach Woche zwei sind es seit Kampagnenbeginn 11.000 Kontakte und 5.600 erreichte Konten. Das sind 3.000 zusätzliche Kontakte und 600 erstmals erfasste Konten.
Mindestens 600 der zusätzlichen Kontakte sind erste Kontakte dieser neuen Konten. Wie sich die übrigen 2.400 auf zuvor erreichte und neue Konten verteilen, zeigen die Summen nicht. Konten sind zudem nicht automatisch einzelne Menschen.
Addieren Sie keine zwei getrennt ausgewiesenen Wochenreichweiten. Ein in beiden Wochen erreichtes Konto erschiene sonst doppelt.
Den Durchschnitt nicht mit der Verteilung verwechseln
Die durchschnittliche Frequenz ergibt sich aus Kontakten geteilt durch die auf derselben Basis deduplizierten Erreichten. Fordern Sie nach Möglichkeit eine Verteilung an: Wie viele erreichte Einheiten hatten einen, zwei, drei oder mehr Kontakte? Erst sie zeigt, ob sich Wiederholung breit verteilt oder auf wenige Einheiten konzentriert.
Spotify bezeichnet Reach und Frequency im Bericht auf Ad-Set-Ebene als Werte für erreichte Personen und durchschnittliche Kontakte innerhalb eines Ad Sets. Die Dashboard-Dokumentation beschreibt außerdem deduplizierte Reichweiten- und Frequenzwerte für Kampagnen mit mehreren Ad Sets.
Die nächste Buchung nach ihrem erwarteten Beitrag beurteilen
Fragen Sie bei einer Erweiterung nach zusätzlichen Kontakten und erwarteter zusätzlicher Reichweite gegenüber dem bestehenden Plan. Eine weitere Werbestelle in derselben Show kann vor allem Wiederholung erzeugen. Eine andere Show kann zusätzliche Menschen erreichen, sich aber ebenfalls stark überschneiden. Ohne passende Auswertung bleibt der erwartete Beitrag eine Annahme.
Ob Sie zusätzliche Reichweite oder Wiederholung bevorzugen, hängt vom Kampagnenziel ab. Legen Sie vorab fest, welche Kontaktverteilung Sie beobachten und wann Sie die Ausspielung überprüfen. Ein pauschaler optimaler Frequenzwert lässt sich daraus nicht ableiten.
Vorteile und Risiken bei unterschiedlichen Werbestellen im Podcast
- Vorteil: Neue Show – zusätzliche Reichweite
- Möglicher Zugang zu neuen Zielgruppen
- Nachteil: Gleiche Show – nur Wiederholung
- Höhere Frequenz bei bereits Erreichten, geringe neue Hörer
Die Einheit im Bericht prüfen
Bei offenen Podcasts können technische Kennungen Menschen nur näherungsweise unterscheiden. Je nach Verfahren können wechselnde Kennungen dieselbe Person mehrfach erfassen oder mehrere Personen unter einer Kennung zusammenfassen. Ein gemeldeter Zuwachs technischer Podcast-Konsumenten ist deshalb kein sicherer Nachweis ebenso vieler neuer Menschen. Lassen Sie Einheit, Deduplizierung, Zeitraum und bekannte Fehlerquellen neben der Zahl ausweisen.
Prüfliste: Korrekte Interpretation von Reichweite und Kontakten
- Einheit im Bericht prüfen (Konten vs. technische Kennungen)Bestätigen, dass es sich um deduplizierte Personen handelt
- Deduplizierung nachweisenSicherstellen, dass doppelte Erfassungen vermieden wurden
- Zeitraum einheitlich festlegenVergleichbare Berichtsstände verwenden



