
Kreativ & Spots
Teil von Audio-Werbebudgets
Produktions- und Sprecherkosten einplanen
Spotkosten vollständig anfragen: Text, Aufnahme, Mischung, Sprecherhonorar, Nutzungsumfang und spätere Änderungen getrennt kalkulieren.
Planen Sie eine einsetzbare Audio-Werbeaufnahme aus getrennten Kostenblöcken: Herstellung, Sprecherleistung und vereinbarte Nutzung. Konkrete Sprecherpreise bieten erste Orientierung; die tatsächliche Gage hängt unter anderem von Medium, Gebiet, Dauer, Text und Zahl der Motive ab. Lassen Sie außerdem ausweisen, ob Studio, Schnitt, Musik und spätere Änderungen enthalten sind.
Die fertige Datei kalkulieren
Klären Sie, wer Konzept und Text liefert, ob eine Sprecherauswahl enthalten ist und wer Aufnahme, Regie, Schnitt und Mischung übernimmt. Fragen Sie die technischen Anforderungen der geplanten Werbeplätze ab. Brauchen zwei Buchungen unterschiedliche Dateien oder Längen, gehört die Herstellung dieser Fassungen in die Rechnung.
Vereinbaren Sie den Freigabeweg: Wie viele Korrekturen sind enthalten? Was gilt als Fehlerbehebung, was als neuer Textwunsch? Ein geänderter Preis, Produktname oder Pflichtsatz kann später eine neue Aufnahme nötig machen. Halten Sie fest, wie solche Änderungen angeboten und berechnet werden.
Für kurze Sprechertexte bis 100 Wörter, etwa eine Ansage oder einen Bumper, nennt Findacreative 120–300 €. Das ist eine Orientierung für einen kurzen Text, kein automatisch vollständiger Preis für einen Werbespot: Prüfen Sie, ob Nutzungsrechte, Musik und weitere Produktionsleistungen enthalten sind.
Sprecherdatei nennt für Werbung eine Session Fee von 600–2.000 € je nach Sprecher für eine Stunde Arbeit im Studio. Diese Angabe und die Preisspanne für kurze Texte haben unterschiedliche Kalkulationsgrundlagen und sind nicht automatisch zu addieren.
Posten / Vor der Bestellung klären
- Text und Konzept
- Wer erstellt und prüft die Aussagen?
- Stimme
- Wie viele Motive werden eingesprochen?
- Produktion
- Sind Aufnahme, Regie, Schnitt und Mischung enthalten?
- Musik und Geräusche
- Welche Elemente sind für welche Nutzung freigegeben?
- Fassungen
- Welche Längen, Sprachen und Dateien werden benötigt?
- Nutzungsrechte
- Welche Medien, welches Gebiet und welche Dauer sind vereinbart?
- Änderungen
- Welche Korrekturen und späteren Anpassungen sind enthalten?
Sprecherhonorar mit Nutzungsumfang anfragen
Der Verband Deutscher Sprecher:innen stellt im VDS-Gagenkompass untere, mittlere und obere Gagendurchschnitte als Orientierung dar. Die erhobenen Gagen beziehen sich auf den deutschen und deutschsprachigen Markt; sie sind weder eine offizielle Empfehlung noch eine Verpflichtung. Sprecherinnen und Sprecher verhandeln ihre Gagen individuell.
Für eine belastbare Anfrage nennen Sie den Sprechertext, die Zahl der Motive, die Medien und technische Nutzungsarten, das Gebiet und die Nutzungsdauer. Der VDS-Gagenkompass weist darauf hin, dass die Gage erst nach Angabe des gesamten zeitlichen, räumlichen und medial-technischen Verwertungsumfangs sowie Vorlage des Textes verbindlich ermittelt werden kann.
Die Faustregel des VDS lautet: Die Nutzung definiert die Gage. Bei mehreren Nutzungen können Einzelgagen zum gewünschten Umfang addiert werden; Gagenlisten können auch vergünstigte Verwertungspakete enthalten. Eine feste prozentuale Aufschlagslogik für Medien, Gebiet oder Dauer ist damit nicht vorgegeben.
Ist der spätere Einsatz noch offen, kann pro Motiv zunächst eine Layoutgage vereinbart werden. Damit sind zunächst keine Nutzungslizenzen verkauft; diese müssen bei Bedarf später im benötigten Umfang erworben werden.
Sprecherhonorare und Produktion nicht gleichsetzen: Laut VDS-Gagenkompass deckt die Sprechergage keine Tonstudioleistungen wie die Herstellung der Audioproduktion oder Castings ab. Andere Angebote können Aufnahmehonorar und Studiozeit, Regie, Schnitt sowie Lieferung bündeln; prüfen Sie deshalb genau, welche Leistungsposten in der genannten Summe stecken.
Für Podcast-Host-Reads ist gesondert zu klären, welche Aufnahme-, Freigabe- und Ausspielungsleistungen das konkrete Vermarkterangebot enthält.
Wichtige Kostenfaktoren für Audio-Werbung
- Gagenbereich (VDS-Gagenkompass)
- Deutschsprachiger Markt – untere, mittlere, obere Durchschnitte
- Nutzung definiert Gage
- Je nach Medium, Gebiet und Dauer variiert die Gage
- Layoutgage möglich
- Für offenen Einsatz pro Motiv vereinbar
Enthaltene Produktion richtig einordnen
Spotify Ad Studio bietet individuelle Audio Ads mit kostenlosen Produktionsservices: Stimme, Hintergrundmusik und professionelles Audio-Mixing; die Erstellung wird mit 48 Stunden angegeben. Fragen Sie nach der verwendbaren Fassung und den vereinbarten Nutzungen. Ad-Studio-Kampagnen beginnen bei 250 €, der Preis hängt vom Werbeformat ab.
Fordern Sie ein Angebot mit getrennten Zeilen für Herstellung, Stimme und Nutzungen, weitere Audioelemente sowie Änderungen an. Prüfen Sie bei Musik und Geräuschen, für welche Medien, welches Gebiet und welche Dauer die Nutzung vereinbart ist. Halten Sie die freigegebene Fassung fest.
Klären Sie, ob Umsatzsteuer und mögliche Spesen, Fahrt-, Übernachtungskosten oder Auslagen zusätzlich anfallen. Die im VDS-Gagenkompass genannten Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer; mögliche Auslagen werden üblicherweise extra berechnet. Laut VDS werden Verwertungsrechte erst nach vollständiger Zahlung übertragen.



